Alle Beiträge von Maren Schönfeld

Weihnachten 2017

Mit gemischten Gefühlen sehe ich die Brennpunkte der Welt und dennoch geht es auf Weihnachten zu. Wir sollten uns nicht von verrückten und extremen Staatsoberhäuptern, egozentrischen Politikern oder irgendwelchen Terroristen – egal welcher Ausrichtung – von unseren guten Traditionen abbringen lassen. In diesem Sinne grüße ich Sie und Euch, liebe Leserinnen und Leser, wie in jedem Jahr mit einem meiner Gedichte und wünsche Ihnen besinnliche Festtage.

 

Foto: Maren Schönfeld

Oben und unten

Stünden nicht Häuser
die zeigen wo oben und
unten ist           wir verlören uns
im alles verschlingenden

Pulver        tanzt aufwärts abwärts
Teilchen versuchen den Wind

bald hat das Zerfallen alles
überpudert dann
treten wir die Wolken aus

 

 

(aus: Maren Schönfeld: „Töne, metallen, trägt der Fluss – eine lyrische Elbreise“, Wiesenburg Verlag, Schweinfurt, erscheint 2018)

Friedensdekade zum Thema „Streit!“ ist beendet

Wie in jedem November wurde auch dieses Jahr die ökumenische Friedensdekade begangen. An vielen Orten gab es Andachten, Gottesdienste und weitere Veranstaltungen zum Thema „Streit!“. Mit dem Friedensdekade-Team, das in diesem Jahr aus Wolfgang CG Schönfeld (Komposition, Bassgitarre), Heike Suzanne Hartmann-Heesch (Erzählungen), Sibylle Hoffmann, Detlev H. G. König und mir (alle Lyrik) bestand, spielte ich in der St. Petri-Kirche Hamburg-Altona und in der Kirche Bethanienhöfe. Wir beleuchteten das Thema aus privater und politischer Perspektive. Heike Suzanne Hartmann-Heesch behandelt den Verlust eines erwachsenen Kindes, das sich mit der Mutter zuletzt im Streit getrennt hatte. Sie las eine weitere Erzählung, in der es um Unausgesprochenes und Unverstandenes in einer Paarbeziehung ging. Friedensdekade zum Thema „Streit!“ ist beendet weiterlesen

Das neue Poesiealbum neu erscheint

Herbstausgabe 2018 des „Poesiealbum neu“ Zeitraum: 1. November 2017 bis 31. Mai 2018. 2018 jährt sich zum 50. Mal das für Deutschland so wichtige Jahr 1968, in dem Teile der nachgewachsenen Generation sowohl im Westen bzw. Westberlin als auch im Osten (hier mit dem empathischen Blick gen Prag) die nach 1945 schnell einsetzende Geschichtsklitterung oder…

über Gedichte zum Thema „Meine Generation“ — Blog – lyrikgesellschaft.de

Hotel Edelweiss: Advent im Schnee am Silsersee

Außenansicht, Detail
(c) Hotel Edelweiss, Sils-Maria

Echte Winterromantik in der Vorweihnachtszeit muss man suchen – fündig wird man in Sils-Maria auf 1.800 Metern bei St. Moritz auf der Oberengadiner Seenplatte. Wo einst Nietzsche „sommerfrisch“ philosophierte, holen sich heute Winterromantiker neue Inspirationen im Schnee. Neben dem denkmalgeschützten Hotel steht das Nietzsche-Haus, wo der von Geldknappheit geplagte Dichter und Denker zeitweise ein ungeheiztes Zimmer gemietet hatte. Manchmal dinierte er im Jugendstil-Speisesaal des Hotels Edelweiss. Die Farbgebung der Außenfassade ist nach mühevoller Recherche und liebevoller Detailarbeit originalgetreu wiederhergestellt worden. Die Innenräume ziert das in der Region stark vertretene Zirbenholz, das eine gemütliche und warme Atmosphäre verleiht und sogar positive Wirkung auf die Gesundheit haben soll.

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Das Perlmutt-Mädchen

Permutt ist zum Niederknien schön. Nadja sammelt es und verliert sich in den kleinen Landschaften, Kratern, Sonnen. Nadja zerträumt Stunden, den Schoß voller Perlmutt. Sie ist Prinzessin, Fee, streift durch den Mondwald und prescht auf ihrem Schimmel über den Strand. Sie küsst Frösche, die sich in alles Mögliche verwandeln, hüllt sich in Kleider aus fein-ster Seide und isst zarte Pralinen mit göttlicher Schokolade. Nadja atmet tief ein. Die Perlmuttstücke klackern leise in ihrer Hand. Leider ist doch nur Montag.

Ins Grüne und ans Meer: Poesie trifft Komposition in Jesteburg

Pressemitteilung:

(c) Günther von der Kammer

Sonntag, 5. November 2017, 15 Uhr
Café Book, Kirchweg 3, 21266 Jesteburg


Die kalte Jahreszeit beginnt, doch vorher reisen SCHÖNFELD noch einmal ins Grüne und ans Meer: Mit Live-Instrumentalmusik für die Bassgitarre, Lyrik und Kurzgeschichten gestalten die Lyrikerin und der Musiker aus Hamburg ein Programm mit viel Bezug zur Natur. Beginnend mit einer Nacht im Garten geht es zum Lauf der Jahreszeiten, Vergehen und Entstehen, ins Grüne und in die Stille. Weiter führt die künstlerische Reise bis ans Meer. Töne und Worte malen Bilder mit kräftigen Farben. Ein Haiku-Kalender aus Kurzgedichten und Klangcollagen rundet die Performance ab.

Maren Schönfeld ist Autorin, Lektorin und Kulturjournalistin. Wolfgang CG Schönfeld ist Komponist, Musiker und Kunstmaler. Gemeinsam präsentieren sie in ihrer Reihe „Poesie trifft Komposition“ Programme zu verschiedenen Themenschwerpunkten. Bücher und eine CD sind im Handel erhältlich.

Eintritt frei, Spende willkommen

www.schoenfeld-poesie-trifft-komposition.de

 

Von Mimis Leseecke: Eine Rezension

Dieses Buch hat mir Maren Schönfeld vom Zeitform Kunstbüro zur Verfügung gestellt. ❤ lichen Dank dafür! „Möwen hatte ich doch gemeint“ von Heike Suzanne Hartmann Heesch erschien 2017 im Wiesenburg Verlag. Inhalt Das Buch enthält 15 Geschichten, in denen es um Sprache geht, um Sprachlosigkeit, um Einsamkeit & Verzweiflung, um Geduld, um Trauer und Verlust. […]

über Möwen hatte ich doch gemeint — Mimis Leseecke

Poesie trifft Komposition: Fassaden und Facetten

7 Versionen eines Gedichts

Am Samstag um 19 Uhr spielen wir im Kunstforum der GEDOK, Koppel 66/Lange Reihe 75, ein Programm in Hanna Malzahns Ausstellung „Ansichtssache“. Ich habe zu Hannas Bildern neue Gedichte geschrieben. Hanna und ich haben jedoch unabhängig voneinander beide zum Thema Urbanität gearbeitet, sodass viele Texte aus meinem neuen Buch zu ihren Bildern passen.

Am Dienstag hatten Hanna und ich ein Werkstattgespräch, gaben Einblick in unsere Arbeit und beantworteten Fragen der Gäste. Jetzt freuen wir uns auf die morgige Veranstaltung, in der Wolfgang CG Schönfeld und ich wie gewohnt Texte mit Livemusik kombinieren.

Der Eintritt ist frei, eine Spende willkommen.

Poesie trifft Komposition: Fassaden und Facetten
Kunstforum der GEDOK Hamburg, Koppel 66/Lange Reihe 75 (Bus Nr. 6 bis Gurlittstraße)
21.10.2017, 19 Uhr

Foto: Günther von der Kammer

„Gewalt ist die letzte Zuflucht des Unfähigen“ (Isaac Asimov)

Roswitha Quadflieg

Am 11. Oktober hat Roswitha Quadflieg in der Ausstellung „Ansichtssache“ aus ihrem Buch „Das kurze Leben des Guiseppe M.“ gelesen und das Projekt vorgestellt. Verarbeitet Hanna Malzahn Urbanität aus ganz verschiedenen Perspektiven und in unterschiedlichen Entstehungsarten bildlich, so bringt Roswitha Quadflieg mit ihrem der Reportage nahen Buch eine (An-)Sicht auf die Geschehnisse in einer Großstadt – Berlin – ein, die Fragen aufwirft und betroffen macht: Welche Seiten hat die Stadt, von denen wir nichts mitbekommen? Welche Rolle spielen Parallelgesellschaften, die sich gebildet haben und derer die Politiker sich eher nicht annehmen? Wie ist es möglich, dass in unserer aufgeklärten Gesellschaft derart archaische Gewalttaten passieren, und zwar ständig? „Gewalt ist die letzte Zuflucht des Unfähigen“ (Isaac Asimov) weiterlesen