Archiv der Kategorie: Musik

Nachlese Leipzig

Das war sie schon wieder, die Buchmesse!

Samstag hatten wir einen Tag im Hotel, während draußen der Schnee rieselte, rieselte, rieselte … nachmittags rutschten wir mit zwei Bassgitarren, Verstärker, Geräten, Kabeln und Koffer mit Büchern und CDs im Gepäck mit dem Auto zum Gohliser Schlösschen.

Zunächst stellte die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik unter der Leitung von Ralph Grüneberger die aktuellen Exemplare „Steinbrech“ und „Vom Glück“ der Lyrikzeitschrift „Poesiealbum neu vor. Es lasen mit mir Patricia Falkenburg, Heidrun Stödtler, Joachim Gräber und Andreas Reimann, der mit dem Poesiealbum neu-Lyrikpreis ausgezeichnet wurde (s. geteilten Beitrag vom 18.3.18). Wolfgang CG Schönfeld spielte seine Kompositionen und improvisierte am Solo-Bass.

Um 21 Uhr schloss der Leseabend mit der traditionellen Wiesenburg-Lesung, die von Susanne Leiste-Bruhn und ihrem neuen Buch „Seezeichen“ und von mir gestaltet wurde. Trotz der widrigen Wetterverhältnisse, einem gesperrten Hauptbahnhof und nicht mehr fahrenden Bahnen hatten sich einige interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer eingefunden und für eine angenehme und positive Atmosphäre gesorgt.

(Fotos: Wolfgang Schönfeld)

Es waren schöne Tage, vielen Dank an alle Mitwirkenden und ganz besonders an den Wiesenburg Verlag!

Von Zellhaufen und Separatorenfleisch

(c) Maren Schönfeld

Performance zu den Unwörtern des Jahres
Text: Maresa Lühle und Maren Schönfeld
Bassgitarre: Wolfgang CG Schönfeld

Sprache kann heilend oder zerstörend wirken. Zunächst harmlos oder sachlich klingende Begriffe entfalten, wenn man den Kontext kennt, eine verstörende Wirkung.

Aus meinem Dauerprojekt „Weiche Ziele und Wohlstandsmüll“, in dem ich Unwörter und gerügte Wörter seit 1991 in konkrete Poesie umarbeite, haben Maresa Lühle und ich eine Auswahl getroffen. Maresa performt verschiedene Varianten des jeweiligen Wortes. Ich halte mit Auszügen aus dem Grundgesetz und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte dagegen. Wolfgang CG Schönfeld improvisiert live am E-Bass.

Am 11. Februar um 17 Uhr sind wir im Rahmen der Ausstellung „35“ der GEDOK Hamburg zu Gast im Kunstverein Elmshorn. Der Eintritt ist frei, wir freuen uns über eine Spende.

Adresse: Torhaus Probstendamm, 25335 Elmshorn

http://www.kunstverein-elmshorn.de/

Friedensdekade zum Thema „Streit!“ ist beendet

Wie in jedem November wurde auch dieses Jahr die ökumenische Friedensdekade begangen. An vielen Orten gab es Andachten, Gottesdienste und weitere Veranstaltungen zum Thema „Streit!“. Mit dem Friedensdekade-Team, das in diesem Jahr aus Wolfgang CG Schönfeld (Komposition, Bassgitarre), Heike Suzanne Hartmann-Heesch (Erzählungen), Sibylle Hoffmann, Detlev H. G. König und mir (alle Lyrik) bestand, spielte ich in der St. Petri-Kirche Hamburg-Altona und in der Kirche Bethanienhöfe. Wir beleuchteten das Thema aus privater und politischer Perspektive. Heike Suzanne Hartmann-Heesch behandelt den Verlust eines erwachsenen Kindes, das sich mit der Mutter zuletzt im Streit getrennt hatte. Sie las eine weitere Erzählung, in der es um Unausgesprochenes und Unverstandenes in einer Paarbeziehung ging. Friedensdekade zum Thema „Streit!“ ist beendet weiterlesen

Poesie trifft Komposition: Fassaden und Facetten

7 Versionen eines Gedichts

Am Samstag um 19 Uhr spielen wir im Kunstforum der GEDOK, Koppel 66/Lange Reihe 75, ein Programm in Hanna Malzahns Ausstellung „Ansichtssache“. Ich habe zu Hannas Bildern neue Gedichte geschrieben. Hanna und ich haben jedoch unabhängig voneinander beide zum Thema Urbanität gearbeitet, sodass viele Texte aus meinem neuen Buch zu ihren Bildern passen.

Am Dienstag hatten Hanna und ich ein Werkstattgespräch, gaben Einblick in unsere Arbeit und beantworteten Fragen der Gäste. Jetzt freuen wir uns auf die morgige Veranstaltung, in der Wolfgang CG Schönfeld und ich wie gewohnt Texte mit Livemusik kombinieren.

Der Eintritt ist frei, eine Spende willkommen.

Poesie trifft Komposition: Fassaden und Facetten
Kunstforum der GEDOK Hamburg, Koppel 66/Lange Reihe 75 (Bus Nr. 6 bis Gurlittstraße)
21.10.2017, 19 Uhr

Foto: Günther von der Kammer

Lebendige Farben, verwunschene Orte

Fotos: Günther von der Kammer

So schön war es im Kunstforum der GEDOK gestern Abend:

Letzte Abstimmungen zwischen Wolfgang und mir vor dem Beginn. Ich freue mich, direkt vor dem Bild „Goa“ von Alice Kaufmann zu sitzen …

Rechts daneben ein Bergmotiv von Christine Grandt.

Wir sind mächtig aufgeregt, weil heute zum ersten Mal eine von Wolfgangs Kompositionen live gespielt werden wird: Fantasy of Seventh, die Pianistin Krisztina Gyöpös ist eine Kollegin aus der GEDOK.

Susanne Bienwald

Zuerst liest Susanne Bienwald aus ihrem Roman Wittensee, der Titel passt zu Alice Kaufmanns Bild Wittensee, es geht in dem Buch um Hochsensiblität. Es sind spannende und interessante 10 Minuten, die Lust auf mehr machen.

Dann beginnen wir mit unserem Programm, in dem auch Gedichte und Musikstücke zu den ausgestellten Bildern entstanden sind.

In der Pause richtet Wolfgang noch die Mikrofone aus, dann kommt der große Moment: Krisztina Gyöpös setzt sich an den Flügel und spielt hinreißend, voller Seele Wolfgangs Komposition. Was für ein Erlebnis!

Pianistin und Komponist sind glücklich und freuen sich auf weitere gemeinsame Arbeit. Krisztina fragte schon nach einer weiteren Komposition … Fantasy of Seventh wird sie in Kürze bei einem Konzert in einer Hamburger Kirche spielen.

 

Alice Kaufmann mit „Feuerbaum“

Und auch Alice Kaufmann hat den Abend genossen. Hier ist sie mit ihrem Feuerbaum.

 

Es war für mich etwas ganz Besonderes, zu den Werken Alice Kaufmanns und Christine Grandts zu schreiben. Das ist überhaupt das Schönste an der GEDOK, dass die Künstlerinnen verschiedener Fachbereiche gemeinsame Projekte durchführen können. Ich habe schon viele interessante Künstlerinnen kennengelernt und wurde von ihren Werken der bildenden und angewandten Kunst inspiriert.

 

Aktuelle Lesetermine

Am 15. Mai 2017 ab 19.30 Uhr werde ich als Autorin des Abends im Rahmen der Offenen Lesebühne Hamburg-West zwanzig Minuten Lesezeit haben. Aus meiner Sammlung alter und neuer Prosatexte Zwischen Kopf und Bauch werde ich Kurzgeschichten lesen.
Bistro Roth, Rothestr. 34, Hamburg-Ottensen, Eintritt € 2

Alice Kaufmann: Dornenbaum

Poesie trifft Komposition: Lebendige Farben, verwunschene Orte
Im Kunstforum der GEDOK Hamburg werden wir am 20. Mai um 19 Uhr in der Ausstellung „Bis an das Ende der Welt“ von Alice Kaufmann und Christine Grandt ein Programm aus unserer Reihe Poesie trifft Komposition spielen. Neue Gedichte sind zu den Werken der Künstlerinnen entstanden. Besonderer Höhepunkt ist die Premiere der Komposition „Fantasy of Seventh“ von Wolfgang CG Schönfeld, die Krisztina Gyöpös am Flügel spielen wird.
Mit einer kurzen Sequenz aus ihren Texten wird die Autorin Susanne Bienwald zu Anfang zu hören sein.
www.alicekaufmann.de, www.cristine-grandt.de
Kunstforum der GEDOK Hamburg, Koppel 66/Lange Reihe 75, 20099 Hamburg-St. Georg
Eintritt frei, Hutspende erbeten

www.gedok-hamburg.de

Christine Grandt: Eisberg

Die Aktion „Altona Macht Auf“ startet erneut am 23. und 28. Juni und wir sind gern mit einem Mini-Programm wieder dabei! Die Uhrzeiten werden wir erst ungefähr eine Woche vorher erfahren. Wieder gibt es einen geführten Rundgang von Fenster zu Fenster.

Grenzen und Horizonte morgen in Hamburg-Harburg

Die Auftaktveranstaltung unserer Reihe Poesie trifft Komposition gibt es morgen im Kulturcafè Komm du, Buxtehuder Str. 13 in Hamburg-Harburg.

Heike Suzanne Hartmann-Heesch und ich lesen aus unseren Texten, Wolfgang CG Schönfeld spielt Kompositionen für Bass, teilweise mit Halbplayback und auch als Solo-Instrument.

Wir beginnen um 15 Uhr, Ende ist um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei, wir freuen uns über eine Hutspende.

Link zum Veranstalter: http://www.komm-du.de/vorschau.shtml

12.11. im Mahnmal St. Nikolai

Fotos: Günther von der Kammer

Unsere Worte und Töne zum Thema „Kriegsspuren“ waren nicht gerade leichte Kost. Die Gäste zeigten sich berührbar, folgten uns in gesellschaftlich-kritische, persönliche, engelhafte und satirische Kriegsspuren. Sie ließen sich auf die klassischen Kompositionen und diejenigen für die Bassgitarre ein und dankten uns für die gegebenen Impulse.

Wer die Veranstaltung ebenfalls erleben möchte, kommt morgen ins Ökumenische Forum Hafencity: Um 18 Uhr beginnt das Friedensgebet, danach um 18.30 Uhr „Literatur und Musik: Kriegsspuren“.

Wir freuen uns auf Euch!

Literatur & Musik für den Frieden am 12. und 15. November in Hamburg

Grafik: Detlef Heesch
Grafik: Detlef Heesch

Bei dem diesjährigen Motto Kriegsspuren der FriedensDekade (6.-16.11.2016) gilt der erste Gedanke gewiss den aktuellen Krisengebieten und den vielen Flüchtenden in der Welt. Krieg hinterlässt Spuren an Leib und Seele, unter den Zivilbevölkerungen, im Leben und in der Kultur betroffener Gesellschaften, aber auch auf den Gesichtern und in den Seelen von Soldatinnen und Soldaten. Sichtbare wie unsichtbare Kriegsspuren finden sich in Familien, im Miteinander der Gesellschaft und in jedem einzelnen.  Diesen Spuren sind die Autorinnen Roswitha Borrmann, Heike Suzanne Hartmann-Heesch, Sibylle Hoffmann, Maren Schönfeld und Martina Seebohm sowie der Komponist und Musiker Wolfgang CG Schönfeld nachgegangen und wollen sie sicht- und hörbar machen. Die Autorinnen lesen eigene Werke, Geschichten und Gedichte, denen Prägungen aus Politik, Gesellschaft und persönlichem Schicksal zugrunde liegen, die sich aber auch mit der Hoffnung und tröstlichen Aspekten beschäftigen. Wolfgang CG Schönfeld schafft mit seinen Klangcollagen und Kompositionen für die Bassgitarre Verbindungen, Gegenstücke und einen eigenen, wortlosen Raum.

Termine:
Samstag, 12. November 2016, 18.30 Uhr
Mahnmal St. Nikolai, Willy-Brandt-Str. 60, 20457 Hamburg
http://www.mahnmal-st-nikolai.de

Dienstag, 15. November 2016, 18.30 Uhr (nach dem Friedensgebet um 18 Uhr, zu dem alle herzlich eingeladen sind)
Ökumenisches Forum HafenCity, Shanghaiallee 12, 20457 Hamburg
http://www.oekumenisches-forum-hafencity.de

Der Eintritt ist frei, Huspenden sind willkommen.

Seit Anfang der 1980er Jahre findet die Ökumenische FriedensDekade regelmäßig im November zehn Tage vor dem Buß- und Bettag statt. Sie bietet Kirchengemeinden, Schulklassen, Jugendgruppen und Friedensinitiativen Gelegenheit, aktuelle Themen zu Gerechtigkeit, Frieden und der Bewahrung der Schöpfung aufzugreifen und zur Diskussion zu stellen. Mehrere tausend Veranstaltungen, Gottesdienste, Friedensgebete und Aktionstage werden bundesweit angeboten und durchgeführt.

Ausführliche Arbeits- und Aktionsmaterialien zur FriedensDekade können im Internet bestellt werden.

Ökumenische FriedensDekade e.V.
BellerWeg 6
56290 Buch / Hunsrück
www.friedensdekade.de