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Ins Grüne und ans Meer: Poesie trifft Komposition in Jesteburg

Pressemitteilung:

(c) Günther von der Kammer

Sonntag, 5. November 2017, 15 Uhr
Café Book, Kirchweg 3, 21266 Jesteburg


Die kalte Jahreszeit beginnt, doch vorher reisen SCHÖNFELD noch einmal ins Grüne und ans Meer: Mit Live-Instrumentalmusik für die Bassgitarre, Lyrik und Kurzgeschichten gestalten die Lyrikerin und der Musiker aus Hamburg ein Programm mit viel Bezug zur Natur. Beginnend mit einer Nacht im Garten geht es zum Lauf der Jahreszeiten, Vergehen und Entstehen, ins Grüne und in die Stille. Weiter führt die künstlerische Reise bis ans Meer. Töne und Worte malen Bilder mit kräftigen Farben. Ein Haiku-Kalender aus Kurzgedichten und Klangcollagen rundet die Performance ab.

Maren Schönfeld ist Autorin, Lektorin und Kulturjournalistin. Wolfgang CG Schönfeld ist Komponist, Musiker und Kunstmaler. Gemeinsam präsentieren sie in ihrer Reihe „Poesie trifft Komposition“ Programme zu verschiedenen Themenschwerpunkten. Bücher und eine CD sind im Handel erhältlich.

Eintritt frei, Spende willkommen

www.schoenfeld-poesie-trifft-komposition.de

 

Lebendige Farben, verwunschene Orte

Fotos: Günther von der Kammer

So schön war es im Kunstforum der GEDOK gestern Abend:

Letzte Abstimmungen zwischen Wolfgang und mir vor dem Beginn. Ich freue mich, direkt vor dem Bild „Goa“ von Alice Kaufmann zu sitzen …

Rechts daneben ein Bergmotiv von Christine Grandt.

Wir sind mächtig aufgeregt, weil heute zum ersten Mal eine von Wolfgangs Kompositionen live gespielt werden wird: Fantasy of Seventh, die Pianistin Krisztina Gyöpös ist eine Kollegin aus der GEDOK.

Susanne Bienwald

Zuerst liest Susanne Bienwald aus ihrem Roman Wittensee, der Titel passt zu Alice Kaufmanns Bild Wittensee, es geht in dem Buch um Hochsensiblität. Es sind spannende und interessante 10 Minuten, die Lust auf mehr machen.

Dann beginnen wir mit unserem Programm, in dem auch Gedichte und Musikstücke zu den ausgestellten Bildern entstanden sind.

In der Pause richtet Wolfgang noch die Mikrofone aus, dann kommt der große Moment: Krisztina Gyöpös setzt sich an den Flügel und spielt hinreißend, voller Seele Wolfgangs Komposition. Was für ein Erlebnis!

Pianistin und Komponist sind glücklich und freuen sich auf weitere gemeinsame Arbeit. Krisztina fragte schon nach einer weiteren Komposition … Fantasy of Seventh wird sie in Kürze bei einem Konzert in einer Hamburger Kirche spielen.

 

Alice Kaufmann mit „Feuerbaum“

Und auch Alice Kaufmann hat den Abend genossen. Hier ist sie mit ihrem Feuerbaum.

 

Es war für mich etwas ganz Besonderes, zu den Werken Alice Kaufmanns und Christine Grandts zu schreiben. Das ist überhaupt das Schönste an der GEDOK, dass die Künstlerinnen verschiedener Fachbereiche gemeinsame Projekte durchführen können. Ich habe schon viele interessante Künstlerinnen kennengelernt und wurde von ihren Werken der bildenden und angewandten Kunst inspiriert.

 

Neunuhrsieben in der Fabrik der Künste

Der gestrige Abend hat uns schier umgehauen: Vor etwa vierzig (!) Gästen präsentierten ein Hamburger Lyriker, Wolfgang CG Schönfeld und ich unser lyrisch-musikalisches Programm in der hinreißend schönen Fabrik der Künste. Die begeisterten Reaktionen haben uns sehr berührt und beweisen vor allem eines: Lyrik ist alles andere als tot! Es wurden insgesamt ungefähr 40 Gedichte gelesen, wunderbar durchwirkt von Wolfgangs Kompositionen. Es war für einige Gäste die erste Lyrik-Lesung ihres Lebens und sie waren positiv überrascht.

Wie eine dritte Dimension wirkten die Exponate der aktuellen Ausstellung „Zwischen Traum und Wirklichkeit“.  Peter Pauls Farblithografien und die eisernen Geistgeschöpfe des Künstlers Roberto Spandoni verleihen den großzügigen Räumen der Fabrik der Künste eine einzigartige Atmosphäre melancholischer Spannung. Es sind Exponate, zu denen ich auch schreiben könnte – gestern kam Geschriebenes mit ihnen zusammen. Neunuhrsieben in der Fabrik der Künste weiterlesen

„Unter dem Dornenstern“ im Kunstforum der GEDOK

Gestern war unsere Auftakt-Veranstaltung für das zweite Halbjahr 2016. Wir sind sehr berührt von den positiven Reaktionen auf unsere Darbietung. Vielen herzlichen Dank an alle, die gestern da waren, an uns gedacht und uns diese Veranstaltung ermöglicht haben!

Wir haben den Abend sehr genossen und uns gefreut, dass veröffentlichte wie unveröffentlichte Gedichte und Kompositionen Anklang fanden. Die Ausstellung „Kein Paradies“ und unsere Präsentation wurden als passende gegenseitige Ergänzung empfunden.

Es ist immer eine große Freude für uns, im Kunstforum der GEDOK zu spielen.

Herzlichen Dank auch an Günther von der Ka(m)m(e)r(a) für die tollen Fotos.

Altona macht auf – das war super!

Wir konnten es kaum glauben, als sich gestern Abend der Bürgersteig füllte. Es wurden immer mehr Leute, sie standen auf dem Bürgersteig, dem Parkstreifen, auf der Straße und sogar gegenüber auf dem Gehweg – über 100 Menschen gingen mit Yolanda Gutierrez die Route D, ausgehend vom Ottensener Marktplatz, durchs Quartier und erlebten pro Fenster fünfminütige Darbietungen. Zu uns sagte sie, dass es zu kurz war!! Hat man das schon erlebt? Sonst heißt es doch immer, bloß nicht so lange …!

Wir möchten DANKE sagen: der altonale, Tania Lauenburg und dem Altona macht auf-Team, Yolanda, Birgit Meyer und Detlef Heesch für das Verteilen der Tüten, Günther von der Kammer für die Fotos und allen, die dabei waren und uns zugehört haben. Es hat uns riesigen Spaß gebracht!

Altona macht auf – die Gedichte

Ganz bald gibt es auch Fotos von unserem heutigen fünfminütigen Spiel aus unserem Wohnzimmerfenster. Etwa fünfzig wetterfeste Menschen hatten sich vor dem Haus eingefunden, angeleitet von Yolanda – vielen Dank für diese tolle Möglichkeit!

Diese beiden Gedichte aus „Die Peripherie des Lichts“ habe ich gelesen:

Cover Peripherie
Cover Peripherie

Second Life

Ich schwebe
als Apostroph
überm e
hänge als
Schleife am g
singe mühelos
das hohe c
schreibe mich groß
lasse die Buch-
staben tanzen
sich verzetteln
ich wölbe
meinen Bauch zum b
recke den Hals
höher als d
lasse die Buchstaben sein
und schreibe mich klein
ich ritze
meine Narben mit w
tiefer und spritze mir
das Stiftgift in den Zeh

Jetzt kann ich
wieder stehen

Abendhimmel

Mein Blick im Spiel
mit Bougainvillablüten
fuchsiafarben ins Blau
ragen Blätterschatten auf
Wänden weißgekalkt
folgen Wolkenseiden
Vögeln ins Nachtversteck

Wolfgang CG Schönfeld spielte sein Stück „The Sun Is Setting“ von der CD „Shadows“.
Seine neue Homepage: www.cg-schoenfeld.de